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Akutpsychiatrie P3

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Akutpsychiatrie P3

Die Station P3 ist eine meist geschlossen geführte Akutstation, die fakultativ und so oft wie möglich offen geführt werden soll. Sie verfügt über 18 Behandlungsplätze.  Sie bietet Patienten über 18 Jahren, die wegen der Schwere und Komplikationen die Ressourcen einer Akutstation benötigen, eine voll- oder teilstationäre, zeitlich limitierte, multiprofessionelle Intervention und in enger organisatorischer Kooperation mit der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) auch eine nachstationäre und ambulante Behandlung an.

Auf die Station werden Patienten mit allen psychiatrischen Erkrankungen aufgenommen. Längerfristig immobile Patienten werden in der Regel nicht auf dieser Station behandelt. Forensische Patienten werden nicht aufgenommen.  Die Aufnahme erfolgt meist im Notfall, wenn die Aufnahme nicht planbar ist, oder wenn die Schwere der Erkrankung und die möglicherweise damit einhergehende Eigen- und Fremdgefährdung eine besonders intensive Betreuung der Patienten.

Auf der Station kommt es im Jahr bis zu 760 Aufnahmen, die mittlere Verweildauer liegt zwischen 7 und 10 Tagen mit einer erheblichen diagnosebedingten Streuung. Hauptdiagnosen sind ca. 50 % substanzbezogene Störungen, im Vordergrund die Alkoholbezogenen Störungen, ca. 20 % Psychosen, ca. 15 % affektive Störungen und Belastungsreaktionen, ca. 6 % organische Psychosyndrome und der Rest andere Diagnosen. (Daten aus 2017 -2019).

Neben der freiwilligen stationären Behandlung, erfolgt ebenso die Aufnahme und Behandlung bei Selbst- und / oder Fremdgefährdung und einer fehlenden Alternative, die Gefahr anders abzuwehren, im Sinne einer fürsorgliche Zurückhaltung, einer Notfallbehandlung nach den Grundsätzen des rechtfertigenden Notstandes (§ 34 StGB) oder um eine Unterbringung  auf der Grundlage eines Unterbringungsbeschlusses nach PsychKHG oder um eine Unterbringung auf der Grundlage einer Unterbringungsgenehmigung nach § 1906 BGB.

Jeder Patient wird im Regelfall nach dem Prinzip der Kontinuität von der Aufnahme bis zur Entlassung betreut. Je nach Erfordernis erfolgt hier eine umfangreiche differentialdiagnostische Abklärung und die Ermittlung des individuellen Hilfebedarfs. Wenn möglich beziehen wir dabei das familiäre und soziale Umfeld der Patienten mit ein. Durch die enge Zusammenarbeit mit den weiteren drei Stationen, die die Bereiche Psychosomatik und Psychotherapie, Allgemeine Psychiatrie und Suchterkrankungen zum Schwerpunkt haben, können Patienten jedoch verlegt werden, wenn es medizinisch und organisatorisch sinnvoll ist.

Die Patienten werden von einem interdisziplinären Team aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Sozialarbeitern, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten behandelt. Die Fallverantwortung liegt auch dann bei einem Facharzt, wenn die konkrete Patientenführung einem psychologischen Psychotherapeuten übertragen ist.

Das Therapieprogramm einschließlich der von Anfang an psychotherapeutisch fundierte Behandlungsansatz trägt dabei der krankheitsbedingt oft eingeschränkten Belastbarkeit Rechnung. Es besteht immer die Möglichkeit zu unterstützenden Gesprächen oder zur Klärung sozialer Belange.

SUCHTMEDIZINISCHER SCHWERPUNKT

Im suchtmedizinischen Schwerpunkt werden zusammengefasst:

  • Behandlung akuter Intoxikationen außer Mischintoxikationen
  • Behandlung von Entzugssyndromen einschließlich Entzugsdelirien
  • Entgiftung
  • Qualifizierte Entgiftung
  • Suchtorientierte Psychotherapie bei Doppeldiagnosen
  • Teilstationäre Angebote
  • Ambulante Angebote

 

Die Leistungen des suchtmedizinischen Schwerpunkts werden von der Klinik an verschiedenen Orten erbracht, vorzugsweise auf den Stationen P2 und P3, bei Bedarf auch während einer Behandlung einer anderen im Vordergrund stehenden psychischen Störung auf den Stationen P1 und P4. Auf allen Stationen ist integriert tagesklinische Behandlung möglich. Ambulant werden Angebote räumlich und personell im suchtmedizinischen Schwerpunkt in Verbindung mit der PIA zusammengefasst.