Echokardiografie
Die Echokardiografie – auch als Herzultraschall bezeichnet – ist eine schmerzfreie und schonende Untersuchung des Herzens mittels moderner Ultraschallwellen. Die sogenannte transthorakale Echokardiografie über die Brustwand ist dabei vollständig risikolos und kommt ohne Strahlenbelastung aus.
Mit dieser bewährten Herzuntersuchung kann der Arzt die Größe, Form und Funktion des Herzens sowie die Herzklappen und den Blutfluss präzise beurteilen – ganz ohne Röntgenstrahlung.
Die Echokardiografie ermöglicht es, zahlreiche Herzerkrankungen frühzeitig zu erkennen oder sicher auszuschließen, zum Beispiel:
• Herzmuskelerkrankungen und Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
• Herzklappenfehler wie Undichtigkeiten oder Verengungen
• Herzbeutelerguss (Flüssigkeitsansammlung um das Herz)
• Folgen eines Herzinfarkts
• Angeborene Herzfehler
Je nach medizinischer Fragestellung kann eine spezielle Form der Echokardiografie erforderlich sein, die in den folgenden Unterkapiteln näher erläutert wird.
Die transösophageale Echokardiografie (TEE), auch Schluckultraschall genannt, ist eine spezielle Form der Echokardiografie. Dabei wird ein Ultraschallkopf über die Speiseröhre eingeführt, um das Herz – insbesondere die Herzklappen und die Vorhöfe – besonders detailliert darstellen und beurteilen zu können. Auch Blutgerinnsel im Herzen lassen sich auf diese Weise zuverlässig erkennen.
Diese Herzuntersuchung wird häufig im Vorfeld der Behandlung von Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder Vorhofflattern, zum Beispiel vor einer Kardioversion, durchgeführt.
Die Untersuchung erfolgt in örtlicher Betäubung des Rachens und zusätzlich in einer leichten Sedierung unter kontinuierlicher Überwachung.
Für die Durchführung der TEE ist es wichtig, dass Sie nüchtern sind. Das bedeutet, dass Sie mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung nichts essen sollten. Ihre Medikamente können Sie in der Regel wie gewohnt mit einem Glas Wasser einnehmen – individuelle Ausnahmen besprechen wir selbstverständlich mit Ihnen.
Nach der Untersuchung sollten Sie etwa eine Stunde lang nichts essen oder trinken, bis die Betäubung im Hals vollständig abgeklungen ist.
Die Schluckultraschalluntersuchung wird in der Regel ambulant durchgeführt. Nach einer etwa zweistündigen Überwachungsphase können Sie nach Hause gehen. Bitte beachten Sie, dass Sie aufgrund der Sedierung am Untersuchungstag nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.
Die Stress-Echokardiografie – auch Belastungs-Herzultraschall genannt – ist eine moderne Herzuntersuchung, bei der die Funktion des Herzens unter Belastung beurteilt wird. So können Durchblutungsstörungen, Herzmuskelschwäche oder Herzklappenfehler erkannt werden, die in Ruhe oft unauffällig bleiben.
Untersuchungsarten der Stress-Echokardiografie
• Dobutamin-Stress-Echokardiografie
Bei dieser Form der Stress-Echokardiografie wird das Herz medikamentös mit Dobutamin angeregt, schneller und kräftiger zu schlagen – vergleichbar mit körperlicher Belastung. Während der Untersuchung werden Ultraschallbilder des Herzens, ein EKG sowie der Blutdruck kontinuierlich überwacht. Nach Abschluss wird das Medikament sofort abgesetzt, die Wirkung klingt innerhalb weniger Minuten ab.
• Dynamische Stress-Echokardiografie
Hier erfolgt die Belastung körperlich, in der Regel auf einem Fahrradergometer. Während der Anstrengung werden die Herzbewegungen mittels Herzultraschall aufgezeichnet und beurteilt.
Vorbereitung auf die Untersuchung
• Verzichten Sie 2–3 Stunden vor der Untersuchung auf Essen, Rauchen und koffeinhaltige Getränke.
• Bestimmte Herzmedikamente (z. B. Betablocker) müssen gegebenenfalls vorübergehend pausiert werden – dies wird individuell vorab mit Ihnen abgestimmt.
Mögliche Beschwerden während der Stress-Echokardiografie
Vorübergehend können Symptome wie Herzklopfen, Wärmegefühl, ein Anstieg des Blutdrucks oder ein Druckgefühl im Brustbereich auftreten. Schwere Komplikationen sind jedoch äußerst selten.
Nach der Stress-Echokardiografie
Nach einer kurzen Beobachtungsphase können Sie in der Regel direkt nach Hause gehen. Ihr Arzt bespricht anschließend die Ergebnisse der Untersuchung sowie das weitere Vorgehen ausführlich mit Ihnen.
Bei dieser Untersuchung wird ein gut verträgliches Ultraschall-Kontrastmittel über die Vene verabreicht. Dadurch lassen sich bestimmte Strukturen des Herzens noch deutlicher und präziser darstellen.
Abgesehen von der Gabe des Kontrastmittels verläuft die Untersuchung wie die transthorakale oder transösophageale Echokardiografie, wie oben beschrieben. So profitieren Sie von einer sicheren und schonenden Herzdiagnostik mit optimierter Bildqualität.