Adipositas-Chirurgie

Lebensqualität verbessern

Nach oben Scroll-Button

Adipositas ist seit 2020 nun endlich auch in Deutschland eine anerkannte Erkrankung, von der bundesweit mittlerweile mehr als ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung betroffen ist. Es handelt sich hierbei um eine chronische und oft fortschreitende Erkrankung. Damit verbunden sind Begleiterkrankungen wie Diabetes Mellitus, Hypertonus oder der frühzeitige Gelenkverschleiß, die den Leidensdruck zusätzlich erhöhen und die Lebenserwartung und Lebensqualität reduzieren. Deshalb geht es bei der Behandlung der Adipositas nicht nur um eine Gewichtsreduktion, sondern um eine Verbesserung des Gesundheitszustandes. Für viele Betroffene führt der Weg deshalb durch vielfältige Ernährungs- und Sportprogramme mit dem Ziel Gewicht zu verlieren. Diese Versuche bleiben jedoch häufig erfolglos. Durch Studien konnte belegt werden, dass für die meisten Patienten eine Gewichtsreduktion lediglich von 3-5% möglich und leider auch langfristig nicht anhaltend ist.
Die Adipositas-Chirurgie bietet aktuell und nachweislich die einzige Möglichkeit dauerhaft und erfolgreich das Gewicht deutlich zu reduzieren und den Diabetes und Hypertonus positiv zu beeinflussen. Bei der Behandlung des Diabetes zeigte sich in Studien sogar, dass die Operation der Insulintherapie überlegen ist.
Unterschiedliche OP-Verfahren stehen zur Verfügung und basieren im wesentlichen auf einer Verminderung der Kapazität des Magens zur Nahrungsaufnahme und einer eingeschränkten Aufnahme von Kalorien. 

Hier geht es zum Adipositas Leitfaden für Menschen mit starkem Übergewicht


 

Leistungsspektrum

Wir bieten Ihnen in unserer Sprechstunde eine Anlaufstelle, um nach einer ausführlichen Anamnese und der Aufnahme des bisherigen Krankheitsverlaufs, die bestehenden operativen Möglichkeiten und die hierfür ggf. erforderlichen Voraussetzungen mit Ihnen zu besprechen. Folgende Verfahren kommen bei uns zur Anwendung :
 

Bei diesem Verfahren wird der Magen um ca. 80-90 % verkleinert, indem ein Teil des Magens abgetrennt und mit Titanklammern verschlossen wird. Die Menge der möglichen Nahrungsaufnahme wird auf ca. 100-125 ml beschränkt, wodurch ein frühzeitiges Sättigungsgefühl erreicht wird.

Bei diesem Verfahren wird ein Teil des Magens abgetrennt, sodass nur ein kleiner Teil bestehen bleibt (Magenpouch). Dieser verkleinerte Magen wird direkt mit dem unteren Ende des Dünndarms verbunden. Der obere Teil des Dünndarms wird weiter unten ebenfalls wieder mit dem restlichen Teil des Dünndarms verbunden, um die Verdauungssäfte den aufgenommenen Speisen zuzuführen. 
Durch dieses Verfahren kann der Patient weniger Nahrung aufnehmen und zusätzlich werden aus der Nahrung weniger Kalorien aufgenommen. 
 

Sollte eine Operation angestrebt werden, sind weiterführende Voruntersuchungen wie eine endokrinologische Abklärung, Ernährungsberatung, Magenspiegelung und eine psychiatrisch/psychosomatische Vorstellung notwendig, die durch niedergelassene Kollegen oder unsere Kollegen im Haus erbracht werden. 
Ob und welche Operation für einen Patienten empfohlen wird, entscheidet ein Adipositas-Board, das sich aus den beteiligten Spezialisten zusammensetzt.
 

Kontakt & Sprechstunde

Terminvereinbarungen über das Ambulanzsekretariat unter:
   07441 54-2311

 

Adipositaszentrum

Sprechstunde

Di.:             13.00-15.00 Uhr
  

Ärzte und Qualifikationen

Facharzt für Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie, Spezielle Viszeralchirurgie

Zusatzbezeichnung Spezielle Chirurgische Intensivmedizin

Schwerpunkt:
Minimalinvasive Chirurgie, Refluxchirurgie, Hernienchirurgie und Behandlung der Sportlerleiste, Gallenblasenoperationen, Chirurgie an Schilddrüse und Nebenschilddrüse, kolorektale Chirurgie bei Tumoren und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), chirurgische Behandlung von Metastasen in Leber, Lunge und Bauchfell, Chirurgie an Magen und Leber, Proktologie, Implantation der Aszitispumpe (alfa-Pump) bei Leberzirrhose

Lehrtätigkeit:
an der Universität Heidelberg

Mitgliedschaften:
DGAV, DGC, BDC, DHG, CAADIP, IFSO