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Ein Quantensprung für die Unfallchirurgie

3D-Bildwandler bringt Klinikum Freudenstadt auf neuen technischen Level

Freudenstadt, August 2021. Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie am Klinikum Freudenstadt erweitert ihr Spektrum: Dank eines 3D-Bildwandlers sind nun chirurgische Operationen mit einem neuen Maß an Präzision möglich. Für die Patienten bedeutet dies eine höhere Qualitätssicherheit bei Operationen. Das Klinikum Freudenstadt verfügt nun außerdem über die technische Ausstattung für unfallchirurgische Eingriffe, die bislang an größere Kliniken überwiesen werden mussten.

Für Dr. Benjamin König, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädische Chirurgie in Freudenstadt, und Dr. Aljoscha Schäffler, Leitender Oberarzt, läutet der neue 3D-Bildwandler einen Quantensprung in Freudenstadt ein. Bislang wurden unfallchirurgische Eingriffe mit einem 2D-Röntengerät begleitet. „Das Problem ist jedoch, dass ein runder Körper bei einer 2D-Darstellung nicht vollständig abgebildet werden kann. Es bleibt immer ein toter Winkel“, erklärt Dr. Schäffler. Komplizierte Frakturen oder Frakturen an verwinkelten und schwer einsehbaren Stellen, wie beispielsweise dem Fersenbein, wurden in Einzelfälle an größere Kliniken überwiesen. Gleiches galt für komplexe Wirbelsäulenverletzungen und Beckenfrakturen. „Eine Operation ist hier ohne 3D-Bildwandler kaum möglich“, sagt Dr. Schäffler.

Qualität und Sicherheit der Eingriffe deutlich verbessert
Der 3D-Bildwandler ist ein Röntgengerät, das bereits während der Operation dreidimensionale Darstellungen des Behandlungsbereiches ermöglicht. Bislang war nach chirurgischen Eingriffen eine postoperative Kontrolle per Computertomographie erforderlich, bei welcher die Position von Schrauben oder die Rekonstruktion von Bruchstellen geprüft wurde. Je nach Ergebnis, war unter Umständen ein Folgeeingriff erforderlich. 
Mithilfe des 3D-Wandlers ist die Ergebniskontrolle noch im Operationssaal möglich und unfallchirurgische Eingriffe können durch die neue Darstellungsqualität mit deutlich höherer Präzision und in komplexen anatomischen Regionen sicher durchgeführt werden. Das Risiko von Nachbesserungen wird gesenkt, die Qualität der Eingriffe erheblich verbessert. 
Die Arbeit der operierenden Chirurgen bleibt dieselbe. Aber: „Wir können auch schwierige Operationen geringer invasiv mit noch höherer Qualität ermöglichen“, fassen Dr. Benjamin König und Dr. Aljoscha Schäffler zusammen. Vor allem bei komplexen Gelenkverletzungen sei der 3D-Wandler unschlagbar, so die beiden Unfallchirurgen. Für die Patienten bedeutet diese neue technische Entwicklung auch, dass Langzeitrisiken wie beispielsweise Arthrose nach Gelenkfrakturen reduziert werden können.

Von großer Bedeutung für das Klinikum als regionales Traumazentrum
Der 3D-Bildwandler, der im Klinikum Freudenstadt eingezogen ist, gehört zum Modernsten und Hochwertigsten, was am Markt erhältlich ist. Das Klinikum zieht nun auf einen technischen Level mit den größeren Kliniken im weiteren Umfeld. 
Dies ist für die Region von Bedeutung, weil das Klinikum Freudenstadt als regionales Traumazentrum auch erste Anlaufstelle für schwere Unfälle ist. „Wir sind in 60 Kilometern Umkreis die einzige Klinik, die ein so breites unfallchirurgisches Spektrum anbietet“, erklärt Dr. Aljoscha Schäffler. 
Nicht nur die Beckenfraktur nach dem Sturz auf Glatteis wird hier versorgt, sondern auch die Wirbelsäulenverletzung nach dem Motorradunfall auf der Schwarzwaldhochstraße. Der neue 3D-Bildwandler bedeutet so: „Schwere Operationen, die wir bislang aufgrund der technischen Gegebenheiten abgeben mussten, können wir nun auch in Freudenstadt durchführen“, fassen Dr. Benjamin König und Dr. Aljoscha Schäffler zusammen. „Und schwere Operationen, die wir bereits durchführen, können wir nun noch sicherer machen.“
 

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