Aktuelles / Pressemitteilung

Kardiologie-Symposium ein großer Erfolg

Freudenstädter Kardiologie-Symposium ein großer Erfolg

 Kreis Freudenstadt. Erneut war das Freudenstädter Kardiologie-Symposium mit über 100 Teilnehmern ein großer Erfolg. Eingeladen waren niedergelassene Ärzte, Krankenhausärzte und das Fachpersonal des Klinikums Freudenstadt.

In diesem Jahr gelang es neben dem ortsansässigen gastroenterologischen Chefarzt Prof. Klaus Fellermann, auch weitere hochkarätige Spezialisten wie Prof. Bernhard Meier aus Bern und PD Dr. Frederick Voss aus Trier zu gewinnen. Moderiert wurde der Abend vom Ärztlichen Direktor des Freudenstädter Klinikums, dem Kardiologen Prof. Florian Bea. Eingangs konnte erneut auf die seit Jahren erfreuliche Entwicklung der Kardiologie Freudenstadt hingewiesen werden. Besonderer Fokus wurde dabei auf die Einweihung des neuen Herzkatheterlabors gelegt, wodurch nunmehr beinahe jeder Notfall, der die Kardiologie betrifft, zeitnah vor Ort versorgt werden kann, ohne dass eine zeitaufwendige und gefährliche Verlegung eines instabilen Patienten erfolgen muss. Prof. Meier lobte eingangs den Kardiologie-Standort Freudenstadt und stellte in einem kurzweiligen Vortrag aktuelle Erkenntnisse über das „persistierende Foramen Ovale“, einem häufigen Herzwanddefekt bei dem ein Löchlein in der Herzscheidewand zurückbleibt, vor. Es gelang ihm eindrucksvoll, eine ausgeprägte Unterversorgung aufzuzeigen. Er brach deshalb eine Lanze für eine großzügigere Interventionsentscheidung zum Verschluss dieses Löchleins mittels Herzkatheter-Technik. Es können so, unter bestimmten Umständen, Schlaganfall und Herzinfarkt vermieden werden. Ihm folgend konnte PD Dr. Voss das Auditorium mit einer klaren Handlungsanweisung im „Management von kurzzeitigen Bewusstseinsverlusten“ fesseln. Das komplizierte Thema der adäquaten Versorgung und Diagnostik, konnte er anschaulich darstellen und so zu einer effizienteren Versorgung anregen. Insbesondere verdeutlichte er, dass statistisch jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens eine Bewusstlosigkeit erleide und diese nur in den wenigsten Fällen behandlungspflichtig sei. Den Abschluss bildete Prof. Fellermann, der seinen ersten Auftritt in diesem Rahmen nutzte, um auf die Frage einzugehen, inwieweit Blutungen unter den neuen Blutverdünnern gegenüber dem früher häufig verordneten Marcumar zugenommen haben. Er nahm das Publikum mit auf eine Reise durch die Studienlage der vergangenen Jahre und kam zu der Feststellung, dass Blutungen bei den meisten Patienten nicht häufiger zu beobachten sind. Der Abend klang mit vielen spannenden Diskussionen über kardiologische Themen und die Patientenversorgung in Freudenstadt aus.

Zurück