Renale Denervation

Die renale Denervation oder renale Sympathektomie stellt ein neuartiges Verfahren zur Behandlung eines therapieresistenten Blutdrucks dar.

Als therapieresistent bezeichnet man einen Bluthochdruck, bei dem der mittlere Blutdruck trotz der Einnahme von mindestens vier blutdrucksenkenden Medikamenten nicht im Normalbereich einstellbar ist.

Die Behandlung eines Bluthochdruckes ist jedoch deshalb so wichtig, da langfristig Schädigungen an den so genannten End- Organen, also Herz, Niere, Gehirn und Blutgefäßen entstehen können.

Herzleistungsschwäche, Schlaganfälle und auch Nierenschädigungen bis hin zur Dialyse können die Folge sein.

Bei der renalen Denervation werden zielgerichtet sympathische Nervenfasern, die sich rund um die Nierenarterien befinden und  für die Entstehung von Bluthochdruck mitverantwortlich sind, mit Hilfe von Hochfrequenzstrom-Energie verödet.

Dazu wird über die Leistenarterie ein Spezialkatheter unter Durchleuchtungskontrolle bis zu den Nierenarterien eingebracht. An der Spitze des Katheters kann über eine Elektrode Hochfrequenzstrom abgegeben werden.

An etwa vier bis acht Stellen wird zirkulär entlang des Gefäßes Energie abgegeben und die sympathischen Nervenbahnen somit unterbrochen. An jeder Stelle verbleibt der Katheter für etwa zwei Minuten.

Üblicherweise werden beide Nierenarterien behandelt.

Der Eingriff dauert ungefähr 45 - 60 Minuten und wird in tiefer Sedierung durchgeführt, so dass die Behandlung gut tolerabel ist.

Mit nachweisbaren Erfolgen rechnet man in der Regel nach vier bis sechs Monaten. In klinischen Studien konnte eine Absenkung des systolischen Blutdruckes um etwa 30 mm Hg gezeigt werden, der auch am Ende der Nachbeobachtungsphase von zwei Jahren nachweisbar war. Die Nierenfunktion blieb dabei vollständig erhalten.

Ihr Aufenthalt bei uns

Wurde die Indikation zur renalen Denervation gestellt, bekommen Sie von Ihrem Hausarzt oder an unserer Leitstelle einen Termin zum ärztlichen Vorgespräch, bei dem eventuell noch notwendige Untersuchungen durchgeführt werden.

Dazu bringen Sie bitte eine „stationäre Einweisung“, Ihre Gesundheitskarte und einen aktuellen Medikamentenplan mit. Auch zusätzliche Befunde sind hilfreich.

Die Behandlung findet üblicherweise am Folgetag statt.

Rechnen Sie bitte in etwa mit einem Krankenhausaufenthalt von zwei Nächten, also drei Tagen.