Leistungsspektrum Stationär

Aufnahme und Einweisungsmodus

Die reguläre Aufnahme erfolgt auf Veranlassung des Hausarztes oder Facharztes über den Aufnahmearzt der Klinik.

Aufnahmearzt

Friedhelm Stahl; Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Telefon: 07441 54-6604 oder Sekretariat: 07441 54-2399

Die notfallmäßige Aufnahme geschieht direkt über die Notfallambulanz im Haus und den diensthabenden Arzt der Klinik zu jeder Tages- und Nachtzeit.

Station P1 Psychotherapie und Psychosomatik



Unsere Psychotherapiestation bietet 20 Patienten ein individuell auf ihre Erkrankung ausgerichtetes einzel- und gruppentherapeutisches Behandlungsprogramm über eine Aufenthaltsdauer von etwa 6-8 Wochen. Das Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Psychologen, Krankenschwestern/-pflegern (spezielle Bezugspflege nach dem "Pflegemodell Peplau"), Ergotherapeutinnen, Theatertherapeut, Sozialpädagogin und Sporttherapeut. Bei der Klärung der Probleme des Patienten legen wir großes Gewicht darauf, ihm verlorengegangene Ressourcen wieder verfügbar zu machen und ihn zum Erlernen neuer Bewältigungsmöglichkeiten und Problemlösungsfertigkeiten zu befähigen. Der Behandlung zugewiesen werden im Wesentlichen Patienten mit neurotischen Versagenszuständen, Persönlichkeitsstörungen, Angst- und Zwangserkrankungen und Posttraumatischen Belastungsstörungen. Über die Vielzahl der therapeutischen Angebote informiert unser separates Faltblatt. Über die Aufnahme wird in einem ambulanten Vorgespräch entschieden.

Station P2  Freudenstädter Kuzzeittherapie für Patienten mit "Doppeldiagnose"

Wir bieten seit 1977 eine, den heutigen therapeutischen Erfordernissen entsprechende, suchtorientierte Kurzzeitpsychotherapie an. Sie umfasst einen 6-wöchigen stationären Aufenthalt und eine halbjährige ambulante Nachsorge. Eine therapeutische Indikation besteht für Patienten mit „Doppeldiagnosen“, deren psychiatrische Störung sich durch Alkohol- und/oder Medikamentenabusus mit Abhängigkeitsfolge in der Behandlung erschwert hat und eines besonderen therapeutischen Zugangs bedarf. Alle 6 Wochen wird eine in sich geschlossene Gruppe von 10 Patienten aus der näheren Umgebung aufgenommen und auf den Behandlungsweg gebracht. Das kompakte multimodale einzel- und gruppentherapeutische Programm wird durch regelmäßige Angehörigenseminare ergänzt, die unerlässlicher Bestandteil der Therapie sind. Das Behandlungsteam besteht aus Ärzten, Psychologen, Kranken- schwestern/-pflegern mit spezieller suchttherapeutischer Kompetenz, Sozialpädagogin, Ergotherapeutin und Sporttherapeut. Das jährliche Ehemaligentreffen findet an Fronleichnam statt. Weitere Informationen erhalten Sie über unser separates Faltblatt. Eingangsvoraussetzung ist ein Vorgespräch.

Station P3 Beschützende Akutstation

Auf der Akutaufnahmestation werden Patienten behandelt, deren psychische Erkrankung Intensivpflege und besondere, oftmals auch schützende Rahmenbedingungen nötig macht. Die Station verfügt über Möglichkeiten der Intensivbetreuung für schwer Erkrankte in akuten Krisen und Gefährdungen (z. B. Selbstgefährdung, Suizidalität, Weglaufgefahr) bei akuten Psychosen, Verwirrtheitszuständen, Alkohol- und Medikamentenvergiftungen etc. Nur in Ausnahmefällen ist es unumgänglich, dass Patienten gegen ihren Willen durch richterlichen Beschluss untergebracht werden. Nach einer gewissen Beobachtungszeit erhält jeder Patient Ausgang mit Personal, Angehörigen oder auch allein. Sobald es dem Patienten besser geht, kann er je nach Indikation zur Weiterbehandlung auf die allgemeinpsychiatrische Station verlegt werden. In jedem Fall wird er nach einem individuellen Therapieplan, seiner Belastungsfähigkeit entsprechend, an unser vielseitiges gruppentherapeutisches Programm herangeführt, wie etwa Ergotherapie, Suchtgruppe „fit for life“, Info-Gruppe Psychosen u. anderes mehr.

Station P4 Allgemeinpsychiatrische Station

Auf unsere offene, allgemeinpsychiatrische Station kommen Patienten zur Aufnahme, die keine akute Gefährdung aufweisen. Der Patient wird entweder direkt auf die offene Station aufgenommen oder von der beschützten Station übernommen, wenn die akute Krankheitsphase überwunden ist. Es kommen vor allem Menschen mit schweren depressiven Episoden, rezidivierenden Psychosen, demenziellen Entwicklungen und auch anderen Störungen zu uns. Zu Beginn der Behandlung findet ein Aufnahmegespräch statt, das von dem behandelnden Arzt/Psychologen und einer zugeordneten Pflegekraft geführt wird. Für jeden Patienten wird ein gesonderter Behandlungsplan aufgestellt, der psycho- und soziotherapeutische Gespräche und die Teilnahme an geeigneten Therapiegruppen umfasst. Beispiele dafür sind Ergotherapie, Informationsgruppen über Depressionen, bipolare Störungen oder Psychosen, Bewegungstherapie, Musiktherapie, um nur einige aus dem Programm zu nennen. Jeder Patient wird von der Aufnahme bis zur Entlassung von dem gleichen Therapeuten und der gleichen Pflegekraft betreut (Prinzip der fachkundlichen „Primären Pflege“).