Die Vorteile, die Kosten und Risiken

Früherkennung zahlt sich aus

Brustkrebs ist die häufigste Krebskrankheit bei Frauen, die meisten erkranken nach dem 50. Lebensjahr daran. Das Mammographie-Screening kann den Krebs in einem frühen Stadium entdecken, in dem er gut behandelbar und heilbar ist. Nehmen viele Frauen an dem Programm teil, lassen sich die Erkenntnisse über die Brustkrebsfrüherkennung ausbauen und die Chancen auf Heilung weiter erhöhen. Trotz bestmöglicher Früherkennung können wir eines nicht: Ihnen garantieren, dass Sie gesund sind und bleiben. Sie sollten deshalb Ihre Brüste beobachten und sich regelmäßig von Ihrem Frauenarzt im Rahmen der Krebsvorsorge untersuchen lassen. Was wir aber können: Ihre Lebensqualität dadurch steigern, dass Sie auf qualitätsgesicherte Befunde vertrauen können. Die Teilnahme am Screening beugt dem Krebs nicht vor. Aber das Mammographie-Screening bietet die Chance, Krebs rechtzeitig zu erkennen, und zwar in einem Stadium, in dem er schonender behandelt werden kann und besser heilbar ist. Die Auseinandersetzung mit dem Thema bietet Ihnen die Möglichkeit, eine eigene Entscheidung bewusst zu treffen und nimmt Ihnen damit vielleicht ein Stück weit die Angst vor Brustkrebs.

Die Kosten

Getragen wird das Programm gemeinsam von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen sowie den Kassenärztlichen Vereinigungen. Die Kosten für die Screening-Untersuchung werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen vollständig übernommen, Sie müssen keine Praxisgebühr bezahlen. Bei privat versicherten Frauen richtet sich die Kostenübenahme nach dem individuellen Vertrag und dem gegebenenfalls vereinbarten Selbstbehalt.

Die Risiken

Keine Behandlungsmethode ist ohne kalkulierbare Risiken.

Wie gefährlich ist die Strahlung für Sie?

Wie jede Röntgenuntersuchung bringt auch die Mammographie eine Strahlenbelastung mit sich. Sie ist aber sehr gering und beträgt etwa zehn Prozent der jährlichen Strahlung, der jeder Mensch in Deutschland in seinem Alltag ausgesetzt ist. In gebirgigen Ländern ist die natürliche Strahlung sogar noch höher. Und auch Flüge haben eine gewisse Strahlenbelastung zur Folge. Die Gefahr, durch die Mammographie Krebs hervorzurufen, ist sehr viel geringer als das Risiko, einen Tumor möglicherweise nicht oder zu spät zu entdecken. Zudem nimmt mit zunehmendem Alter auch die Strahlenempfindlichkeit ab.

Zeit des Wartens

Werden Sie zu weiteren Untersuchungen eingeladen, um Auffälligkeiten abzuklären, kann dies für Sie belastend sein. Zum einen liegt dies an den Untersuchungen selbst, vor allem wenn Gewebeproben entnommen werden müssen. Es liegt aber auch daran, dass die Zeit des Wartens, bis das Untersuchungsergebnis vorliegt, beunruhigend sein kann und Ängste auslöst, auch wenn sich in den allermeisten Fällen der Krebsverdacht nicht bestätigt. Versuchen Sie, sich abzulenken und sich zu entspannen. Vielleicht hilft Ihnen dabei der Gedanke „Es ist noch nichts entschieden. Ich warte den Befund jetzt erst einmal ab.“

Trotz allem – eine hundert­prozentige Sicherheit gibt es nicht

Das Mammographie-Screening hat – wie jede andere Untersuchungsmethode auch – keine hundertprozentige Treffsicherheit. So kann es vorkommen, dass ein Tumor nicht erkannt wird. Dennoch stellt das Mammographie-Screening zur Zeit die sicherste Methode dar, Brustkrebs früh zu erkennen. Die meisten Frauen, bei denen kein Krebs im Screening entdeckt wird, können auch sicher sein, gesund zu sein. Wird ein Tumor entdeckt, dann aber zumeist in einem Stadium, in dem er gut behandelbar und heilbar ist. In seltenen Fällen aber ist die Erkrankung trotz frühzeitiger Erkennung und Behandlung nicht aufzuhalten.

Was kann Mammographie-Screening leisten, was nicht?

Eine Teilnahme am Programm kann Brustkrebs nicht verhindern. Wird aber ein Krebs entdeckt, dann bietet das Screening in der Regel die Vorteile einer Früherkennung: bessere Behandlungs- und Heilungschancen.