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Wirbelkanalenge an der Wirbelsäule und ihre Auswirkungen

Die häufigste Verschleisserkrankung der Lendenwirbelsäule ist die Spinalkanalstenose (Wirbelkanalenge oder so genannte Schaufenster Krankheit).

Bei dieser Krankheit leiden die Patienten unter Beschwerden beim Gehen, Stehen oder auch Sitzen und Liegen. Dabei werden die Beine beim gehen schnell müde und die Patienten sind gezwungen für kürzere Zeit stehenzubleiben oder besser sich zu setzen. Häufig tritt dabei auch Kraftmangel, Gefühllosigkeit oder Kontrollverlust der Beine auf. Manche Patienten berichten von einem "Kribbelgefühl" der Beine. Häufig treten aber auch Schmerzen auf, die von der unteren Lendenwirbelsäule über das Gesäß in die Beine ausstrahlen.
Oft sind es auch reine Kreuzschmerzen, die in der Lendenwirbelsäule bei verschiedenen Haltungen auftreten oder plötzlich einschießen.

Die Beschwerden nehmen im Verlauf von Monaten und Jahren immer weiter zu. Es kann soweit kommen, dass man nur noch einige Schritte gehen oder stehen kann, im Extremfall aber permanent unter Schmerzen in den Beinen leidet.

Die Beschwerden können einseitig auftreten. Manche Patienten haben vorwiegend im Liegen oder im Sitzen die Probleme.

Anfangs helfen konservative Therapiemaßnahmen, wie Krankengymnastik, Wäremebehandlung, Schmerzmittel u.s.w..
Später ist es aber so, dass diese Therapiemaßnahmen nicht mehr weiterhelfen. Wenn die durchgeführten Kernspin Aufnahmen der Wirbelsäule entsprechende Einengungen des Wirbelkanals zeigen, ist meistens die operative Erweiterung des Wirbelkanals notwendig.

Dabei wird der Wirbelkanal unter dem Mikroskop etwas erweitert, so dass die Nerven bei Belastung nicht mehr eingeengt werden können. Die Patienten berichten nach der Operation meistens schon während des Aufenthaltes im Krankenhaus von einer deutlichen Besserung der Beschwerden. Patienten, die zuvor im Liegen die Beschwerden hatten, berichten meist schon am ersten Tag nach der Operation von einer deutlichen Verbesserung ihres Gehvermögens.

 Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und dauert in der Regel etwa eine Stunde. Schon am gleichen Tag dürfen die Patienten gegen Abend aufstehen. In den nächsten Tagen erfolgt eine krankengymnastische Behandlung und die Patienten dürfen sich immer mehr belasten. 3 Tage nach der Operation werden die Patienten in der Regel entlassen.

Wenn eine Anschlussheilbehandlung („ Reha Behandlung“) sinnvoll erscheint, wird dies von uns organisiert. Die Patienten treten dann etwa 10 - 14 Tage nach der Entlassung die Anschlussheilbehandlung an. Diese dauert gewöhnlich 3 Wochen.

Zu einer Kontrolluntersuchung bekommen die Patienten einen Termin in der neurochirurgischen Praxis im MVZ.